Orkantief Joachim (So war der Ablauf)

Jetzt wird es richtig spannend! Schon seit Tagen werden die Wetterkarten für den Freitag den 16. Dezember beobachtet. In diesem Beitrag wollen wir euch auf dem laufenden halten. Der Beitrag wird laufend aktualisiert!

Wir empfehlen:
Beobachten Sie die Wetterwarnungen auf www.dwd.de und www.unwetterzentrale.de
Wetterwarnungen für das BGL: http://www.dwd.de/dyn/app/ws/html/reports/BGL_warning_de.html#WS_ANCHOR_0
Außerdem halten wir euch über die Lage bei uns im BGL auch auf Facebook auf dem laufenden:
https://www.facebook.com/bglwetter

16.12. 23:00 Uhr
Schadensmeldungen aus der Region:
http://www.chiemgau24.de/bayern/bayern/wetterdienst-warnt-sturm-schnee-rosenheim24-1532294.html

16.12. 18:40 Uhr
Der Sturm erreicht das Chiemgau und auch gleich das Berchtesgadener Land!

16.12. 17:10 Uhr
Die Kaltfront müsste in den nächsten Stunden das Berchtesgadener Land erreichen.
Mit ihr kommt auch der Sturm.

16.12. 11:40 Uhr
Nach den neusten Berechnungen trifft uns der Sturm nicht mehr ganz so stark im Berchtesgadener Land. Dennoch besteht das Potential für starke Sturmböen und im Bereich von Schauern/Gewittern und der Kaltfront auch von Orkaböen.
Auf den Bergen und in höheren Lagen muss man aber weiterhin mit Sturmböen, Orkanartigen- und teils auch Orkanböen gerechnet werden.

16.12. 09:30 Uhr
Satellitenbild von Joachim. Kern zu diesem Zeitpunkt bei Belgien und an der grenze zu Deutschland:

16.12. 08:10 Uhr
Der Kern des Tiefs befindet sich in etwa über Belgien. Dort werden zum Teil nur 967hpa an manchen Stationen gemessen.
In Baden Württemberg gibt es bereits verbreitet Sturm.

Der Deutsche Wetterdienst erwartet mit Durchzug der Kaltfront auch im Flachland bei uns Orkanböen. Die Kaltfront sollte in etwa zwischen 16 und 19 Uhr durchziehen.

Aktuell befinden wir uns noch im Bereich der Warmfront. Das ist auch gut auf dem Radar zu sehen. Ganz Bayern wird vom Warmfront Regen überdeckt. Nur wir stecken noch etwas am Rand. Durch Föhneinflüsse wird dieser zum Teil auch vorerst nicht so ergibig bei uns ausfallen.

16.12. 0:20 Uhr
Aktuell bildet sich das Orkantief über dem Atlantik bei Nordwestfrankreich und dem Ärmelkanal.
Nach den neusten Modellläufen wird es in Baden Württemberg am heftigsten werden. Doch auch wir liegen weiterhin auf Kurs des Tiefs.

15.12. 18:30 Uhr
Aktuelle Vorhersagekarte nach dem Amerikanischen Wettermodell GFS:
Der rote Bereich markiert das Sturmfeld.
Nach dem aktuellen Stand sind auch orkanartige Böen im Flachland wahrscheinlich!
Auf den Bergen muss man ohnehin mit Orkanstärke rechnen.

Sturm/Orkantief Joachim mit nachfolgendem Wintereinbruch

Mit Spannung werden seit Tagen die Wetterkarten beobachtet. Ein kräftiges Tief wurde immer und immer wieder berechnet. Doch dabei war bisher die genaue Zugrichtung noch immer sehr unsicher. Von einem Kern draußen in der Ostsee bis quer durch Deutschland war alles dabei. Vor allem die Variante wo das Tief von Luxemburg nach Sachsen und dann zur Ostsee gezogen wäre hat ein bisschen Erinnerung an die Wetterkarten vom Orkan Lothar gebracht, dieser eine ähnliche Zugbahn hatte. Doch nun sind sich die Modelle langsam einig wie die ungefähre Zugbahn aussehen sollte.

Aktueller Beitrag zum Orkantief:
http://www.bgl-wetter.de/blog/orkantief-joachim-kommt-beitrag-wird-laufend-geupdatet/

Update 14.12!
Nach den neusten Modellläufen wird das Tief wieder ein gutes Stück südlicher berechnet und somit sind auch wir näher am Sturmfeld. Aus diesem Grund noch einmal der Hinweis:
Beobachten Sie die Wetterwarnungen!

Ungefähre Lage des Tiefs Freitag früh.

Am Freitag wird das Tief am Ärmelkanal entlang ziehen bis zur deutschen Nordseeküste. Dort sollte das Tief dann an der Nordseeküste entlang nach Dänemark ziehen. Vielleicht aber auch noch ein bisschen nach Deutschland herrein. Das Tief wird laut GFS ungefähr einen Kerndruck von 960hpa haben. Was für einen Gradient von 35hpa bis zum Alpenrand sorgt. Durch diesen großen Luftdruckunterschied gibt es für weite teile Deutschlands kräftigen Sturm.

Wie läuft der Sturm im Berchtesgadener Land ab?
Am Freitag Vormittag wird es vorerst noch relativ ruhig sein, teils sogar relativ windstil. Nur auf den Bergen frischt der Wind schon früher auf. Dabei wird es auf 1500m noch einmal mild mit 3 bis 7°C. Stürmisch wird es dann ab dem Nachmittag. Mit der Kaltfront die vorraussichtlich zwischen Nachmittag und Abend eintrifft kommen dann Sturmböen auf. In höheren und exponierten Lagen vielleicht auch starke Sturmböen. Auf den Bergen könnte es auch Orkanböen geben. Vor allem oberhalb 2000 bis 2500m. Während uns die Kaltfront erreicht kommt es vereinzelt auch zu Graupel und kurzen Gewittern. Die Schneefallgrenze kann dabei in kräftigen Schauern auch bereits bis ganz herunter absinken.
Nachfolgend bleibt es dann windig bis stürmisch. Starke Sturmböen sollte es aus aktueller Sicht aber nur in exponierten und höheren Lagen geben. Alles in allem wird der Sturm bei uns relativ normal ablaufen, so wie wir das hin und wieder im Winter gewohnt sind. Doch man sollte dennoch aufmerksam den Wetterbericht und die Wetterwarnungen verfolgen!

Am Samstag kommt dann der Winter.
Auf 2000m sinkt die Temperatur bis auf -10°C. Dabei kommt es wiederholt zu Schauern und Schneefallgebiete die sich an den Alpen stauen. Aus Aktueller Sicht sieht es nicht unbedingt nach großen Neuschneemengen aus. Aber für ein winterliches Kleid sollte es überall reichen. In Staulagen kann wie immer auch etwas mehr Neuschnee zusammen kommen.
Auch am Sonntag kann es noch weitere Schauer geben. Doch sollte die Niederschlagsaktivität abflauen. Dazu wird es noch kälter. In Lagen ab 500 bis 700m stellt sich Dauerfrost ein.

Somit nistet sich der Winter bei uns ein. Doch was das nun für Weihnachten bedeutet sagen wir euch erst zum Wochenende.

Wetterablauf zum 2. Advents Wochenende und an Nikolaus.

Mit Spannung warten alle auf den Wetterwechsel.. und nun steht er endlich bevor!

Am Samstag wird das Wetter bereits wechselhafter mit mehr Wolken und vielleicht auch schon ersten Regenschauern. Dabei bleibt es jedoch noch recht mild.

Am 2. Advent wird das Wetter dann ungemütlicher. Windig und Nass gestaltet sich der Sonntag. Es kommt zu schauerartigen Regenfällen. Doch dabei setzt sich vorerst noch recht milde Luft durch, sodass die Schneefallgrenze oftmals noch über 2000m liegt.

Am Montag wird es dann so richtig ungemütlich. Wie bereits vor ein paar Tagen berichtet, gibt es ein Sturmtief. Es ist sicherlich noch etwas unsicher wie heftig der Sturm wird. Doch nach den aktuellen Berechnungen ist vor allem auf den Bergen mit Orkan zu rechnen. Je nach dem wie sich die Vorhersagen entwickeln schreiben wir noch einmal am Wochenende einen detaillierten Bericht zum Ablauf des Sturms/Orkans.
Auch am Montag gibt es vermehrt Niederschläge, teils wieder schaueratig und seit langem mal wieder ergiebig. Doch die Kaltfront trifft erst gegen Abend, bzw. in der Nacht zum Dienstag ein. Somit fallen die meisten Niederschläge wahrscheinlich als Regen. Doch auf den Bergen sollte in Verbindung mit dem Sturm die Schneefallgrenze aufgrund der Durchmischung schon im Tagesverlauf hin und wieder etwas absinken. In der Nacht auf Dienstag können dann die letzten Niederschläge auch bis in die höheren Täler als Schnee fallen. Doch da wie gesagt der meiste Niederschlag vor der kalten Luft fallen wird versprechen wir an dieser Stelle noch keine großen Neuschneemengen auf den Bergen. Doch wo die Schneefallgrenze letztendlich am Montag liegt, wird sich im Laufe der kommenden 2 Tage herausstellen, das ist sicherlich noch etwas unsicher.

An Nikolaus selbst ist es dann deutlich kühler als die Tage davor. Vereinzelt gibt es noch Schauer mit Schnee oder Schneeregen bis in die Täler.
Alles in allem fehlt immer noch der große Schnee. Doch die Wetterumstellung ist ein erster wichtiger Schritt und für viele nach dem langen ruhigen Wetter eine willkommene Abwechslung.

// kleines Update:
Ab Nikolaus sieht es nun doch deutlich besser mit Niederschlag aus, so könnte es oberhalb 600 bis 900m teils ergiebig schneien. Vor allem aber auf 1000m kommt demnach endlich mal eine größere Ladung Neuschnee.

Spannung zu Nikolaus? Wettertrend mit Sturmtief

Ein schöner und langer Herbst geht bald zu Ende.

Noch hält das Warten an, bis sich wieder mehr beim Wetter tut. Vor allem auch die Skigebiete bei uns bräuchten langsam mal eine Ladung echten Schnee. Doch wie sieht es nun aus?

Die kommenden Tage
Erst einmal bleibt uns der neue Hochdruck weiterhin erhalten. Dazu bleibt es auch mild. Gegen Wochenmitte dürften ein bisschen mehr Wolken durchziehen. Alles in allem bleibt es aber noch recht ruhig.
Richtung Wochenende war in den Vorhersageläufen bereits schon öfters ein Tief welches uns Schnee bis in die Täler gebracht hätte. Doch aktuell scheint der Hochdruck noch zu gewinnen. Ob es somit bereits am Wochenende schon zu einer Front kommt bleibt noch offen.

Trend zu Nikolaus

Quelle: www.wetterzentrale.de

Richtung Nikolaus sieht es aktuell relativ spannend aus. Doch jeder Leser sollte sich bewusst sein, dass wir hier bereits weit über dem Zeitraum hinaus sind, in welchem man halbwegs sichere Vorhersagen machen kann. Somit ist das ein Eindruck was uns bevorstehen könnte. Doch in ein paar Tagen kann es auch wieder ganz anders aussehen.
Geht es also nach dem aktuellen Modelllauf des Amerikanischen Wettermodels GFS, dann würde am 5. Dezember ein Sturm/Orkantief mit seinem Kern an die deutsche Nordseeküste ziehen. Zum Teil wird ein Kerndruck von gerade einmal 948 hpa gerechnet. Auf der Vorhersagekarte (rechts) sieht man anhand der nahe beinander liegenden Isobaren (weiße Linien) dass ein großes Luftdruck Gefälle vorhanden ist. Das würde zu einem starken Sturm in Norddeutschland führen. Auch bei uns an den Alpen und vor allem auf den Bergen würde es stürmen. Mit diesem kräftigen Tief würde nachfolgend die Temperatur auf 1500m auf -3 bis -5°C sinken und es würde bis in die Täler herab schneien. Wie ergiebig der Niederschlag ausfallen würde ist jedoch erst recht noch unklar.
Auch das europäische Modell ECMWF sieht eine ähnliche Position des Tiefs, jedoch etwas verzögert erst zu Nikolaus. Auch Schnee und stürmisches Wetter wären im Programm. Jedoch bei weitem nicht so heftig.
Die Erfahrung sagt dass solche heftigen Wetterkarten sich meist doch wieder relativieren. Doch die Möglichkeit ist gegeben.
Wir halten euch natürlich auf dem laufenden.
Zusammenfassend kann man also sagen dass ab dem kommenden Wochenende zumindest in den Bergen die Wahrscheinlichkeit auf Schnee steigt.