Ein sehr beliebtes Ziel im Berchtesgadener Land ist Maria Gern. Vor allem die Wallfahrtskirche ist sehr bekannt. Der Ort ist ein kleines Bergdorf auf rund 750 bis 900m mit ungefähr 400 Einwohnern.
Aus dem Tal heraus hat man einen idyllischen Blick auf den Watzmann im Südwesten und Richtung norden auf den Untersberg/Hochthron. Maria Gern ist außerdem Ausgangspunkt für viele Wanderwege, vor allem zur Kneifelspitze.
Wenn man von der Kirche aus Richtung Kneifelspitze läuft, kommt man zu einem schönen Aussichtspunkt auf rund 800m mit einem wunderbaren Blick auf Berchtesgaden, dem Hohen Göll, Jenner, Watzmann, Hochkalter und Co.
Leider waren heute aufgrund der Tageszeit (Nachmittag) die Fotobedingungen nicht ganz so gut, da man richtung Watzmann ins Gegenlicht guckt.
Dennoch habe ich noch 3 Fotos von heute beigefügt. Vor allem der Blick auf den Untersberg in Hintergern war traumhaft!
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Sonnenstunden der letzten Woche
Das Berchtesgadener Land zählt ganz klar zu den Gewinnern auf der Wolkensummenkarte der letzten Woche mit mancherorts nahezu 100% der möglichen Sonnenscheindauer. Verantwortlich für die Sonnige Woche waren Hochdruckgebiet “Viola” und der ausgeprägte Föhn am Wochenende.
In dieser Grafik steht blau für sehr viel Sonne, und grau für sehr wenig. Die weißen Flecken am Alpenrand sind Schnee.
freundlicherweise zur Verfügung gestellt von:
Marco Eckstein, Datenquelle: http://wom.wetteronline.de/
Reif, Raureif, Raufrost, gefrorener Tau und Klareis
Der bisherige Oktober war ein Wechsel zwischen Hoch- und Tiefdruckgebieten. In den nächsten Tagen wird uns wieder ein Hoch beschäftigen, “ihr” Name: Ulla. Im Hochdruckeinfluss entsteht bei kalten Nachttemperaturen oftmals Reif, darum gibt es hier eine kleine Erklärung wie sich Reif bildet, und welche Arten es gibt.
Warme Luft kann generell mehr Wasser in Form von Luftfeuchtigkeit binden. Wenn sich Nachts diese warme Luft abkühlt, ist irgendwann der Punkt erreicht, wo der Wasserdampf nicht mehr vollständig als Gas in der Luft gehalten werden kann. Diesen Punkt nennt man Taupunktstemperatur. Liegt diese über dem Gefrierpunkt bildet sich Tau oder Nebel, liegt sie unter Null Grad Celsius können sich in der Luft zwar immer noch Nebeltröpfchen bilden, an vielen Gegenständen setzt sich aber Reif ab.
Beim Reif kann man Strahlungsreif und Advektionsreif unterscheiden. Beim Advektionsreif kann man gut die kristalline Struktur erkennen, da bei dieser Art von Reif Wind vorhanden war, und die Kristalle gegen die Windrichtung gewachsen sind. Strahlungsreif entsteht in wolkenlosen windstillen Nächten und wird nur durch die Auskühlung selbst gebildet. Es sieht dann alles aus als wäre es mit feinem Puderzucker bezogen.
Die meteorologisch als Reif bezeichnete Ablagerung entsteht also, wenn besagter Taupunkt erreicht wird und dieser unter dem Gefrierpunkt liegt. Man unterscheidet aber in der Fachsprache Reif, Raureif, Raufrost, gefrorenen Tau und Klareis. Raureif bildet sich bei leichtem Nebel, mindestens 90% relativer Luftfeuchtigkeit und unter -8 °C. Er bildet sich durch einen Prozess namens Resublimation (dabei geht gasförmiges Wasser direkt in den festen Zustand über, ohne flüssig zu werden). Raufrost, oder auch Raueis genannt, bildet sich durch sogenannte unterkühlte Nebelwassertröpfchen. Diese sind flüssige Wassertröpfchen bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. Wie kann das gehen? Man weiß doch: Wasser gefriert bei unter 0 °C!!! In der Atmosphäre brauchen flüssige Wassertropfen aber irgend ein Partikel (Eiskristall, Sand, uvm…) um auskristallisieren zu können (so bilden sich beispielsweise auch Kondensstreifen hinter Flugzeugen, der Abgasstrahl gibt der übersättigten unterkühlten Luft Gelegenheit Eiskristalle zu bilden). Raueis ist also genau so ein Fall, es wartet bis es auf irgendetwas trifft um kristallisieren zu können. Wenn es also beispielsweise einen Ast trifft, dann kann es sich dort auskristallisieren. Es zeichnet sich durch eine gleichmässige Schicht Eises aus, welches aber viele Lufteinschlüsse besitzt und mitunter Äste knicken kann wegen der zusätzlichen Gewichtsbelastung, nicht zu verwechseln mit Klareis: Dieses lagert sich wie Raufrost bevorzugt an Ästen und ähnlichem an. Es bildet sich aber bevorzugt an Pflanzenästen über sprudelnden Fliessgewässern, wo Sprühnebel, Gischt und sporadische Wassertropfen die Äste erreichen. Erkennen kann man Klareis gut durch seine typische Eiszapfenform. Die letzte Form die man noch unterscheiden kann ist gefrorener Tau. Dieser bildet sich, wenn in der Nacht Tau abgelagert wird, und dann in den frühen Morgenstunden vor Sonnenaufgang der Gefrierpunkt überschritten wird. Die Tauperlen gefrieren dann und an Grashalmen hängen kleine Eisperlen.
Wanderung zum Sonntagshorn mit Panoramablick!
Ein sehr beliebtes Wanderziel im Chiemgau ist das Sonntagshorn. Mit 1961m ist es der höchste Berg der Chiemgauer Alpen. Den leichteren Aufstieg hat man vom Heutal aus bei Unken in Österreich. Von dort wandert man zuerst über Forstwege zu den Hochalmen auf rund 1400m. Danach geht es erst durch Almwiesen und dann in Serpentinen hoch bis zum Gipfel. Von dort aus hat man einen riesigen Panoramablick in alle Richtungen. Bei gutem Wetter sieht man die Hohen Tauern, die Zillertaler Alpen, das Kaisergebirge, die Berchtesgadener Alpen, natürlich auch die Chiemgauer Alpen und viele mehr. Weitere Informationen findet ihr hier.
Für einen kleinen Vorgeschmack nun ein paar Fotos meiner gestrigen Tour zum Sonntagshorn.
Wanderung zur Haaralm und Haaralmschneid auf 1594m
Ein weiteres mal haben wir Traumwetter im Berchtesgadener Land und dem Chiemgau. Wieder einmal perfekt zum wandern. Diesmal ging es auf die Haaralm und anschließend noch auf den Gipfel. Ein bisschen kühler mit Frost am morgen war es jedoch.
So war gegen Mittag im Tal auf 700m noch Frost an schattigen stellen (siehe Fotos).
Nachdem ersten Teil der größtenteils im Wald zu laufen ist kommt man dann ab 1000m so langsam aus dem Wald heraus, die Haaralm beginnt dann etwa ab 1200m, von hier hat man bereits einen traumhaften Blick. Von dort kann man über eine große waldfreie Fläche zum Gipfel laufen der auf 1594m liegt. Hier hat man einen schönen Blick auf den Hochfelln, dem Rauschberg, Zwiesel und weit nach Österreich hinein. Auch den Chiemsee sieht man. Doch überzeugt euch selbst, hier ein paar Fotos von der Wanderung:
Wer demnächst auch eine Wanderung im Chiemgau plant, der hat mit der Karte von Chiemgau Tourismus einen guten Helfer an der Seite. ![]()
http://maps.chiemgau-tourismus.de/
Nach erstem Schnee kommt der goldene Oktober
Schnell wurden wir aus dem Altweibersommer gerissen, rein in den Vollherbst mit einer ordentlichen Portion Schnee auf den Bergen. Doch ähnlich schnell wird es kommende Woche wieder milder. Bereits am Montag steigt die Schneefallgrenze wieder auf 1800 bis 2200m, am Dienstag sogar noch höher. Im weiteren Verlauf der kommenden Woche werden wieder Höchstwerte zwischen 14 und 19°C erreicht. Zwar bleibt es weiterhin etwas wechselhaft mit Schauern und einigen Wolkenfeldern, jedoch steigen die Chancen auf Sonne wieder. Das nächste Wochenende könnte aus aktueller Sicht der Bezeichnung “goldener Oktober” gerecht werden. Doch das möchten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht versprechen. ![]()
Aber jetzt gibt es erst einmal noch ein paar weitere Schauer die in der Nacht teils Schneefall bis in die Täler bringen. Auch am Sonntag bleibt es noch recht kalt.
Herbst- und Wintereinbruch kommen zugleich
Lange wurden wir verwöhnt mit Altweibersommer Wetter vom feinsten. Doch nun ist Schluss mit dem Dauerhochdruck. In der Nacht zum Freitag zieht eine markante Kaltfront auf. Mit ihr wird es deutlich kühler, windiger und nass. In den Hochlagen sinkt die Schneefallgrenze schnell auf 1500m. Oberhalb 1200m ist bis Sonntag teils mit starkem Schneefall und somit großem Neuschneemengen zu rechnen. Auch darunter wird es zeitweise schneien. Vor allem am Sonntag, bzw. in der Nacht zum Montag könnte es kurzzeitig bis in manche Tallagen schneien. Doch bereits am Montag steigt die Schneefallgrenze wieder deutlich an. Danach könnte es im hochalpinen Bereich auf über 2000m noch einmal zu starken Schneefällen kommen. Doch wie es nächste Woche genau weiter geht, sagen wir euch am Wochenende!
Falls ihr am Wochenende in den Genuss des ersten Schnee’s kommt, dann schickt uns doch ein Foto!
Kleine Korrektur:
die tiefste Schneefallgrenze wird wahrscheinlich am Samstag bzw. in der Nacht zu Sonntag erreicht!
Gollinger Wasserfall und Bluntausee
Ein sehr lohnenswertes Ausflugsziel unweit vom Berchtesgadener Land ist der Gollinger Wasserfall und der Bluntausee, bzw. das Bluntautal. Der Ausgangsort ist Golling an der Salzach, dieser liegt etwas 11km südlich von Hallein. Wer sich den Wasserfall nicht nur von unten ansehen möchte der muss zwar etwas steiler hinauf, jedoch ist es nur eine sehr kurze Wanderung.
Im Bluntautal hingegen kann man schon deutlich länger spazieren oder wandern. Anfangs ist es eher ein großer Spazierweg entlang der Torrener Aache. Doch umso tiefer man in das Bluntautal hinein geht umsomehr stehen einem viele Wanderrouten zur Verfügung.
Das ganze Tal verläuft südlich des Hohen Gölls (2500m).
Hier ein kleiner Einblick in diese wunderbare Natur:


