Tiefer Winter in den höheren Lagen und die Aussichten

Das Berchtesgadener Land zeigt sich zurzeit wieder von zwei Seiten. In den tiefen und nördlicheren Lagen ist es grau in grau, nasskalt und meist liegt wenig oder gar kein Schnee. Im südlichen BGL und vor allem oberhalb 800m sieht es hingegen ganz anders aus. Dort findet sich nach wiederholten Schneefällen die wundervolle Winterlandschaft.
Hier ein paar Schneehöhen (Quelle hnd.bayern.de)

  • 9.1. Reiteralm, 77 bis 218cm (AM, Schneeverwehungen).
  • 9.1. Kühroint, 160cm (AM)
  • 9.1. Jenner (1200m) 106cm (AM)
  • 9.1. Reit im Winkl 85cm (MM)
  • 8.1. Berchtesgaden 24cm (MM)
  • 9.1. Bad Reichenhall 0 bis 10cm / Schneereste

AM = Automatische Messung
MM = Manuelle Messung

Durch die Schneeverwehungen und die Schwankung der Schneefallgrenze herrscht auf den Bergen aktuell hohe Lawinengefahr. Der Lawinenwarndiesnt Bayern hat oberhalb der Baumgrenze für das Berchtesgadener Land Warnstufe 4 ausgegeben, unterhalb besteht Stufe 3.
Weitere Infos hierzu unter http://www.lawinenwarndienst-bayern.de/

Die Aussichten:
Gegen Abend kommen heute neue Schneefälle auf. Lediglich in den tiefen Lagen bleibt es weiterhin nasskalt und es kann sich hier nur mancherorts eine dünne Schneedecke bilden.
Oberhalb 700 bis 900m sind mit 10 bis 15cm Neuschnee zu rechnen. Lediglich im Berchtesgadener Talkessel kann es auch in tieferen Lagen zu größeren Neuschneemengen kommen.
Am Dienstag hört es dann auf zu schneien. In der Nacht auf den Mittwoch sinken die Temperaturen auf 0 bis -5°C und es bleibt trocken. Am Mittwoch lockert es dann etwas auf und es wird milder. Vor allem in höheren Lagen scheint dann auch wieder mal die Sonne. Nur in Tallagen muss auch mit Nebel gerechnet werden.
Am Donnerstag steigen dann die Chancen auf mehr Sonnenschein und es bleibt mild. Eine leichte Inversion wird entstehen.
Am Freitag zieht dann wahrscheinlich ein neues Tief auf welches erst Regen und nachfolgend auch wieder Schnee bringt. Dabei besteht dann auch die Möglichkeit das es in den ganz tiefen Lagen wieder zu etwas Neuschnee kommt. Doch hierfür ist noch unsicher ob die meisten Niederschläge als Regen oder Schnee fallen werden.
Nachfolgend wird es kalt am kommenden Wochenende.
Im weiteren Verlauf deutet sich dann wieder ein auf und ab von Mild- und Kaltphasen an.

Wir sind übrigens immer sehr an Benutzerberichten interessiert.
Vielleicht habt ihr ja ein Foto von eurer aktuellen Schneelage oder ihr habt selber im Garten den Schnee gemessen, dann lasst es uns wissen!
Mailt an: info@bgl-wetter.de

Sturm/Orkantief Joachim mit nachfolgendem Wintereinbruch

Mit Spannung werden seit Tagen die Wetterkarten beobachtet. Ein kräftiges Tief wurde immer und immer wieder berechnet. Doch dabei war bisher die genaue Zugrichtung noch immer sehr unsicher. Von einem Kern draußen in der Ostsee bis quer durch Deutschland war alles dabei. Vor allem die Variante wo das Tief von Luxemburg nach Sachsen und dann zur Ostsee gezogen wäre hat ein bisschen Erinnerung an die Wetterkarten vom Orkan Lothar gebracht, dieser eine ähnliche Zugbahn hatte. Doch nun sind sich die Modelle langsam einig wie die ungefähre Zugbahn aussehen sollte.

Aktueller Beitrag zum Orkantief:
http://www.bgl-wetter.de/blog/orkantief-joachim-kommt-beitrag-wird-laufend-geupdatet/

Update 14.12!
Nach den neusten Modellläufen wird das Tief wieder ein gutes Stück südlicher berechnet und somit sind auch wir näher am Sturmfeld. Aus diesem Grund noch einmal der Hinweis:
Beobachten Sie die Wetterwarnungen!

Ungefähre Lage des Tiefs Freitag früh.

Am Freitag wird das Tief am Ärmelkanal entlang ziehen bis zur deutschen Nordseeküste. Dort sollte das Tief dann an der Nordseeküste entlang nach Dänemark ziehen. Vielleicht aber auch noch ein bisschen nach Deutschland herrein. Das Tief wird laut GFS ungefähr einen Kerndruck von 960hpa haben. Was für einen Gradient von 35hpa bis zum Alpenrand sorgt. Durch diesen großen Luftdruckunterschied gibt es für weite teile Deutschlands kräftigen Sturm.

Wie läuft der Sturm im Berchtesgadener Land ab?
Am Freitag Vormittag wird es vorerst noch relativ ruhig sein, teils sogar relativ windstil. Nur auf den Bergen frischt der Wind schon früher auf. Dabei wird es auf 1500m noch einmal mild mit 3 bis 7°C. Stürmisch wird es dann ab dem Nachmittag. Mit der Kaltfront die vorraussichtlich zwischen Nachmittag und Abend eintrifft kommen dann Sturmböen auf. In höheren und exponierten Lagen vielleicht auch starke Sturmböen. Auf den Bergen könnte es auch Orkanböen geben. Vor allem oberhalb 2000 bis 2500m. Während uns die Kaltfront erreicht kommt es vereinzelt auch zu Graupel und kurzen Gewittern. Die Schneefallgrenze kann dabei in kräftigen Schauern auch bereits bis ganz herunter absinken.
Nachfolgend bleibt es dann windig bis stürmisch. Starke Sturmböen sollte es aus aktueller Sicht aber nur in exponierten und höheren Lagen geben. Alles in allem wird der Sturm bei uns relativ normal ablaufen, so wie wir das hin und wieder im Winter gewohnt sind. Doch man sollte dennoch aufmerksam den Wetterbericht und die Wetterwarnungen verfolgen!

Am Samstag kommt dann der Winter.
Auf 2000m sinkt die Temperatur bis auf -10°C. Dabei kommt es wiederholt zu Schauern und Schneefallgebiete die sich an den Alpen stauen. Aus Aktueller Sicht sieht es nicht unbedingt nach großen Neuschneemengen aus. Aber für ein winterliches Kleid sollte es überall reichen. In Staulagen kann wie immer auch etwas mehr Neuschnee zusammen kommen.
Auch am Sonntag kann es noch weitere Schauer geben. Doch sollte die Niederschlagsaktivität abflauen. Dazu wird es noch kälter. In Lagen ab 500 bis 700m stellt sich Dauerfrost ein.

Somit nistet sich der Winter bei uns ein. Doch was das nun für Weihnachten bedeutet sagen wir euch erst zum Wochenende.

Der Winter hält Einzug im Berchtesgadener Land!

Gestern an Nikolaus war es endlich soweit. Es hat geschneit. In Schauern und vor allem am Abend sogar in allen Lagen. Auch liegen geblieben ist der Schnee. Doch die größeren Neuschneemengen findet man erst ab 600 bis 800m in entsprechender Berglage. Auf dem Webcambild rechts sieht man dass winterliche Berchtesgaden.

Heute wird es auf den Bergen auch weiter anhaltend schneien. Oberhalb 1200m können teils 20 bis 50cm Neuschnee bis morgen Früh zusammen kommen. Auch unterhalb 1200m wird es weiter schneien. Doch ganz in den Tälern reicht es heute vorerst nicht für Schneefall. Es wird wieder regnen. Lediglich gegen Abend und in der Nacht auf den Donnerstag kann die Schneefallgrenze wieder bis ganz herunter absinken. Sodass es dann zumindest oberhalb 500 bis 700m winterlich bleiben könnte.

Über den weiteren Winterverlauf berichten wir dann in den kommenden Tagen!

Spannung zu Nikolaus? Wettertrend mit Sturmtief

Ein schöner und langer Herbst geht bald zu Ende.

Noch hält das Warten an, bis sich wieder mehr beim Wetter tut. Vor allem auch die Skigebiete bei uns bräuchten langsam mal eine Ladung echten Schnee. Doch wie sieht es nun aus?

Die kommenden Tage
Erst einmal bleibt uns der neue Hochdruck weiterhin erhalten. Dazu bleibt es auch mild. Gegen Wochenmitte dürften ein bisschen mehr Wolken durchziehen. Alles in allem bleibt es aber noch recht ruhig.
Richtung Wochenende war in den Vorhersageläufen bereits schon öfters ein Tief welches uns Schnee bis in die Täler gebracht hätte. Doch aktuell scheint der Hochdruck noch zu gewinnen. Ob es somit bereits am Wochenende schon zu einer Front kommt bleibt noch offen.

Trend zu Nikolaus

Quelle: www.wetterzentrale.de

Richtung Nikolaus sieht es aktuell relativ spannend aus. Doch jeder Leser sollte sich bewusst sein, dass wir hier bereits weit über dem Zeitraum hinaus sind, in welchem man halbwegs sichere Vorhersagen machen kann. Somit ist das ein Eindruck was uns bevorstehen könnte. Doch in ein paar Tagen kann es auch wieder ganz anders aussehen.
Geht es also nach dem aktuellen Modelllauf des Amerikanischen Wettermodels GFS, dann würde am 5. Dezember ein Sturm/Orkantief mit seinem Kern an die deutsche Nordseeküste ziehen. Zum Teil wird ein Kerndruck von gerade einmal 948 hpa gerechnet. Auf der Vorhersagekarte (rechts) sieht man anhand der nahe beinander liegenden Isobaren (weiße Linien) dass ein großes Luftdruck Gefälle vorhanden ist. Das würde zu einem starken Sturm in Norddeutschland führen. Auch bei uns an den Alpen und vor allem auf den Bergen würde es stürmen. Mit diesem kräftigen Tief würde nachfolgend die Temperatur auf 1500m auf -3 bis -5°C sinken und es würde bis in die Täler herab schneien. Wie ergiebig der Niederschlag ausfallen würde ist jedoch erst recht noch unklar.
Auch das europäische Modell ECMWF sieht eine ähnliche Position des Tiefs, jedoch etwas verzögert erst zu Nikolaus. Auch Schnee und stürmisches Wetter wären im Programm. Jedoch bei weitem nicht so heftig.
Die Erfahrung sagt dass solche heftigen Wetterkarten sich meist doch wieder relativieren. Doch die Möglichkeit ist gegeben.
Wir halten euch natürlich auf dem laufenden.
Zusammenfassend kann man also sagen dass ab dem kommenden Wochenende zumindest in den Bergen die Wahrscheinlichkeit auf Schnee steigt.

Auf den letzten Drücker doch noch Niederschlag?

Das Tief welches am Freitag Deutschland streift, über das wir vor ein paar Tagen schon berichtet haben wird nun wie vermutet unser Wetter im Süden von Deutschland kaum beeinflussen. Wahrscheinlich bekommt nur der Norden von Deutschland dabei Niederschlag ab, denn das Tief zieht nach aktuellen Karten noch nördlicher als erwartet.
Der Hochdruck von Spanien her zieht sich wahrscheinlich weit nach Europa rein bis über die Alpen und verbindet sich mit einem Hoch in Südosteuropa.
Aufgrund der anhaltenden Inversionslage bleibt es aber oftmals recht kühl, gerade unter dem Nebel.

Noch Niederschlag im November?
Doch so wie es aktuell aussieht schafft es dann doch eine kleine Front aus dem Tiefdruck-Komplex der sich über Skandinavien bildet bis zu den Alpen vorzudringen. In diesem Fall würde es in der Nacht vom Sonntag auf Montag zu etwas Niederschlag kommen. Die Schneefallgrenze ist dabei aktuell noch nicht genau vorherzusagen. Doch auf den Bergen würde es auf jeden Fall “etwas” schneien. Die Sache an sich ist aber immer noch etwas unsicher. So kann es am Ende auch gar keinen Niederschlag geben. Die aktuelle Vorhersage seht ihr auf der Karte rechts oben.

Ein kleiner Blick nach vorne:
Man sieht deutlich dass bald 3 große Tiefdruck Gebiete den Norden Europas bestimmen. Wir liegen dabei vorerst im Zwischenbereich von Tiefdruck und Hochdruck. jedoch auf Dauer könnten diese Tiefs auch weiter nach Europa reinschwenken und würden den groß erwarteten Schnee bringen. Doch wir wollen niemandem falsche Hoffnungen machen. Bis wir euch einen großen Wintereinbruch vorhersagen können, müssen wir einfach abwarten bis das auch wirklich auf den Karten in absehbarer Zeit zu sehen ist.

Nun bleibt es erst einmal spannend ob der November komplett trocken zu Ende geht oder nicht. Bis dahin, einen schönen ersten Advent!

Herbstausflug nach Maria Gern

Ein sehr beliebtes Ziel im Berchtesgadener Land ist Maria Gern. Vor allem die Wallfahrtskirche ist sehr bekannt. Der Ort ist ein kleines Bergdorf auf rund 750 bis 900m mit ungefähr 400 Einwohnern.
Aus dem Tal heraus hat man einen idyllischen Blick auf den Watzmann im Südwesten und Richtung norden auf den Untersberg/Hochthron. Maria Gern ist außerdem Ausgangspunkt für viele Wanderwege, vor allem zur Kneifelspitze.
Wenn man von der Kirche aus Richtung Kneifelspitze läuft, kommt man zu einem schönen Aussichtspunkt auf rund 800m mit einem wunderbaren Blick auf Berchtesgaden, dem Hohen Göll, Jenner, Watzmann, Hochkalter und Co.
Leider waren heute aufgrund der Tageszeit (Nachmittag) die Fotobedingungen nicht ganz so gut, da man richtung Watzmann ins Gegenlicht guckt.
Dennoch habe ich noch 3 Fotos von heute beigefügt. Vor allem der Blick auf den Untersberg in Hintergern war traumhaft!

Sonnenstunden der letzten Woche

Das Berchtesgadener Land zählt ganz klar zu den Gewinnern auf der Wolkensummenkarte der letzten Woche mit mancherorts nahezu 100% der möglichen Sonnenscheindauer. Verantwortlich für die Sonnige Woche waren Hochdruckgebiet “Viola” und der ausgeprägte Föhn am Wochenende.

In dieser Grafik steht blau für sehr viel Sonne, und grau für sehr wenig. Die weißen Flecken am Alpenrand sind Schnee.

freundlicherweise zur Verfügung gestellt von:

Marco Eckstein, Datenquelle: http://wom.wetteronline.de/

Teisenberg Wanderung an einem föhnigen Herbsttag

Der 1333m hohe Teisenberg ist ein sehr beliebter Wanderberg in den Chiemgauer Alpen. Er liegt genau im Grenzbereich zwischen dem Berchtesgadener Land und dem Chiemgau und ist der nördlichste 1000er der Deutschen Alpen. Zu begehen ist er von vielen Seiten, so kann man von Anger, Teisendorf, Inzell, Neukirchen und Siegsdorf/Hammer auf den Teisenberg bzw. zur Stoißer Alm wandern. Die Blicke reichen vom Chiemsee, über das Kaisergebirge, die Chiemgauer Alpen, die BGLer Alpen weit bis in die Salzburger Alpen. Gerade gestern, an einem föhnigen Herbsttag hat man dabei eine wunderbare Sicht. Auch die Temperaturen waren dadurch noch sehr angenehm zum wandern!
Doch nun zum wichtigsten Teil, die Fotos. ; )
Da ich erst am Nachmittag oben war und wir bereits Winterzeit haben, ergab sich beim runter wandern bereits eine leichte (Vor-)Abendstimmung.